Das bin ich

Hallo, ich bin’s: Julia.

Mein Name ist Julia, ich wurde am 12.10.1991 geboren – bin also 25 Jahre jung – und komme aus dem schönen Frankfurt am Main. Dort bin ich geboren und aufgewachsen.

Ganz wie für mein Sternzeichen Waage typisch, bin ich ein sehr harmoniebedürftiger und geselliger Mensch. Unstimmigkeiten und Streit mag ich überhaupt nicht, gibt es aber auch ehrlichgesagt so gut wie nie mit mir. Wenn ich jemanden erst einmal in mein Herz geschlossen habe, würde ich für diesen Menschen wohl alles mir mögliche tun. Ungemütlich bin ich, wenn man es sich mit mir verscherzt hat. Das wiederum wünsche ich keinem 😉

Zu meinen Hobbies zählen das Schreiben, Sport im Rahmen meiner Möglichkeiten oder eben einfach nur ein bisschen Bewegung, Zeit mit lieben Menschen zu verbringen, ausmalen, basteln mit Decopatch, Spaziergänge in der Natur, lesen und alles rund um die Musik. Auch das Schreiben habe ich für mich entdeckt und möchte dem ganzen etwas mehr Zeit und Raum in meinem Leben schaffen. Ich würde im Laufe der Zeit sehr gern ein Buch schreiben. Wer weiß – vielleicht klappt es ja eines Tages 🙂


Im Juni 2015 bekam ich die Diagnose Multiple Sklerose und das war der bisher größte Schock meines Lebens. Mit gerade mal 23 Jahren stand ich vor der Frage wie mein weiteres Leben wohl aussehen wird. Klar, wenn wir ehrlich sind, wer weiß das schon so genau? Ständig macht man Pläne, um diese wieder zu verwerfen, weil es eben doch immer anders kommt – vor allem als man denkt. Ja, was soll ich sagen?! DAMIT hätte ich aber nun wirklich nicht gerechnet. Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Es ist extrem hart, wenn man sich als junger Mensch (und ja, natürlich ist es IMMER schlimm, das steht außer Frage, aber ich denke dennoch dass es einen Unterschied macht, ob man 70 oder eben Anfang 20 ist) damit auseinander setzen muss chronisch krank zu sein. Für immer? Und Überall? Dass einen seine Erkrankung auf jedem Weg begleiten wird und dass sich unglaublich vieles verändert. Für mich persönlichen hat sich sehr vieles verändert. Vieles vermisse ich unglaublich aus meinem ‚“alten Leben“ und es bereitet mir ungeheure Schmerzen davon Abschied zu nehmen – von meiner unaufhaltbaren Energie zum Beispiel. Dennoch habe ich rückblickend auch sehr viel dazugewonnen und den wahren Sinn des Lebens erkannt. Ja, ich kann sagen, dass mich die MS nochmal ein ganzes Stück erwachsener gemacht hat. Sie hat mir auch eine Stimme gegeben. Ich stehe für mich, meine Rechte und meine Meinung ein und stehe zu mir, Ich weiß nun, was wirklich wichtig ist und lasse mich von belanglosen und oberflächlichen Dingen nicht mehr beirren.

Mit meiner MS gehe ich offen um und ich muss sagen, dass ich damit durchweg fast nur positive Erfahrungen gemacht habe – sowohl im privaten Umfeld als auch auf der Arbeit. Es erleichtert einiges, wenn das Umfeld von der Erkrankung weiß. Jedoch fällt es auch nicht jedem leicht und es braucht seine Zeit. Für mich ist es der erste Schritt in Richtung Akzeptanz. Die MS ist ab sofort nun mal ein Teil von mir, den ich nicht verstecken möchte und werde – und manchmal auch gar nicht kann (Gehstock und so 😉 ). Diese Offenheit zeige ich auch um anderen Betroffenen Mut zu machen. Mut, um zu kämpfen. Mut, um nie aufzugeben. Mut, den eigenen Weg zu finden, zu gehen und sich von nichts und niemandem aufhalten zu lassen.

Das hier ist mein persönlicher Raum Gedanken freien Lauf zu lassen und Gefühle auszudrücken, die ich sonst nur schwer in Worte fassen könnte. Ihr dürft mich dabei gerne begleiten, fleißig kommentieren oder einfach still mitlesen. Wem hier etwas nicht passt, der findet oben rechts das X 😉

Ich möchte ein wenig Aufklärung betreiben, da ich denke, dass ein Großteil der Bevölkerung ein falsches Bild von MS hat und es viele Vorurteile gibt und falsche Informationen weitergegeben werden. Oder aber man gar nicht weiß was MS nun wirklich ist. Nein, kein Muskelschwund 😉

Außerdem möchte ich Angehörige und Freunde, oder aber auch Arbeitskollegen von Erkrankten für diese Erkrankung sensibilisieren. Damit sie vielleicht an der Stelle verstehen können, wo Verständnis so dringend gebraucht wird.

Morgen kann ich fliegen